Vortrag „Was kann schulische Erinnerungskultur leisten – und was nicht?“ am 04.05.2026 im Mathematikum 29. April 2026

Der nächste Vortrag findet am 04.05.2026 um 18:30 Uhr im Mathematikum Gießen statt.

Was kann schulische Erinnerungskultur leisten – und was nicht?“

Zu diesem Thema werden Sandra Binnert und Michelle Damm, beide von der Arbeitsstelle für Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen sprechen.

Wenn junge (schulpflichtige) Menschen sich rassistisch, antisemitisch oder anderweitig rechtsextrem äußern oder dementsprechend handeln, lässt der Ruf nach einer nachhaltigen schulischen Intervention nicht lange auf sich warten. Schulen gelten schließlich als DIE Institution, die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen eine demokratische Korrektur entgegenstellen kann – schließlich sind Schulen zentrale Sozialisationsinstanzen.

Nicht selten werden bei zutage tretenden Konflikten ganz konkrete Maßnahmen gefordert, wie etwa verpflichtende Gedenkstättenbesuche oder andere Formen der schulischen Erinnerungskultur. Dabei ist diese aus empirischer Perspektive noch immer weitestgehend eine Black Box. Grundlegend ist bei den erhobenen Forderungen dennoch die Annahme, dass schulische Erinnerungskultur eine demokratische Gesellschaft stützen und einen aktiven Beitrag zu einer vielfältigen Gesellschaft leisten könne. Doch: Stimmt das überhaupt? Und: Wie sieht schulische Erinnerungskultur aktuell aus und was leistet sie bereits? Welche Maßnahmen gibt es, die Schulen als Säulen der Demokratiebildung ausweisen? Wie werden diese von Schülerinnen und Schülern wahrgenommen?

Um das herauszufinden, gibt es aktuell das vom HMWK geförderte Gießener Projekt „Verankerte Geschichte(n), starke Demokratie“. Es werden Projekte aus elf hessischen Schulen evaluiert. Der Vortrag bietet Einblicke in Konzeption, Vorgehensweise, Hypothesen und lässt eine erste Einsicht in die Black Box zu.

Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 
Zurück